Heike Wanner

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(Fotos mit freundlicher Genehmigung von Annette Schwindt, Monika Schulte, Sven Glöckner und Pixabay)

 

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23.11.2017

"Da bleibt nicht mehr viel Weihnachten"

Sven Glöckner leitet in zweiter Generation das Familienunternehmen Glöckner Eventgastronomie GmbH. Vielen Gästen ist aber eher die „Puffer-Christ’l“ ein Begriff - eine feste Institution auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt (www.gloeckner-imbiss.de).

Alle Jahre wieder … stehst du, lieber Sven, mit deinem Team auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt. Seit wann gibt es Euer Geschäft schon?

Alles begann mit dem Wunsch meiner Eltern, sich selbstständig zu machen. Irgendwann kam dann die Idee, einen gebrauchten Imbisswagen zu kaufen. Zu Fastnacht 1976 stand dieser zum ersten Mal an der Wilhelmstraße – ein Platz, der bis heute besteht. Seitdem sind wir regelmäßig auf Messen und Märkten in der Region unterwegs.
Auf dem Weihnachtsmarkt waren wir 1982 zum ersten Mal. Da wir keine Bratwurst verkaufen durften (es gab bereits genug Wurststände), hatte mein Vater die Idee, Kartoffelpuffer zum Verkauf anzubieten.  In den ersten beiden Jahren wurden noch fertige Puffer verwendet. Schnell folgten aber die eigenen, frischen Kartoffelpuffer, hergestellt aus Kartoffeln, Eiern, Mehl und Zwiebeln.

Der Stand auf dem Weihnachtsmarkt ist sicherlich der Höhepunkt des Jahres, aber natürlich längst nicht alles, was Ihr macht. Wo kann man Euch noch antreffen?

Wir sind das Jahr über auf ganz unterschiedlichen Events. Es beginnt mit Fastnacht. Dann folgen Ostermärkte, Weinfeste oder auch ganz klassisch mal der „Rummel“. Wir sind regional in Wiesbaden, Mainz, Frankfurt und der näheren Umgebung unterwegs. 

Welche Veranstaltung / welchen Markt magst du am liebsten? Warum?

Unter anderem die Wiesbadener Weinwoche, weil diese so zentral zwischen dem Rathaus, dem Stadtschloss (Landtag) und der Marktkirche -  also auf einem der schönsten Plätze Wiesbadens – stattfindet. Wein und gutes Essen verbindet nun mal die Menschen miteinander.

Wie sieht ein typischer Tag auf dem Sternschnuppenmarkt für Euch aus?

Der Tag beginnt spätestens um 10 Uhr mit der Öffnung des Standes, gegebenenfalls aber auch schon wesentlich früher, wenn wir eine Lieferung erhalten. Sobald wir geöffnet haben, kommen auch schon die ersten Kunden, und um 12 Uhr, zur Mittagszeit, ist dann gut zu tun. Nachmittags kann man nochmal eine Pause einlegen und Vorbereitungen für den restlichen Tag und den Abend treffen. Was dann bei uns z.B. heißt, den Teig frisch im Stand selbst herstellen, Zwiebeln zu schälen, Getränke aufzufüllen etc.

Wenn man als Besucher über den Weihnachtsmarkt schlendert, genießt man vor allem die schöne Atmosphäre. Als Schausteller oder Imbissbetreiber hat man natürlich einen ganz anderen Blickwinkel. Kommt da überhaupt noch weihnachtliche Stimmung auf?

Es ist schwierig. Man versucht, sich hier und da aufzuraffen und es zu genießen, aber im Hinterkopf hat man immer das Geschäft, welches an erster Stelle steht. Wir arbeiten ja auch noch am 24.Dezember, manchmal durchaus bis 15 oder 16 Uhr, da der Stand abgebaut werden muss. Da bleibt nicht mehr viel Weihnachten. Aber weil ich es nicht anders kenne, ist es für mich nicht weiter tragisch. Mir macht mein Job Spaß, und es gibt danach ja genug Zeit und Möglichkeiten, das fehlende Fest zu kompensieren.

Welche Stände auf dem Sternschnuppenmarkt besuchst du am liebsten? Hast du Tipps für uns?

Ich gehe gerne mal zur Pyramide zu Felix Schürrmann. Die Kunsthandwerker sind natürlich auch nicht zu verachten. Sie tragen viel zum Erfolg und Gelingen des Marktes bei.
    
Ab wann beginnt für dich das Fest? Wie feierst du Weihnachten?

Meistens erst ab 18 oder 19 Uhr im Kreis der Familie. Und dann ganz wichtig: ein leckeres, gerne auch mal außergewöhnliches Abendessen.

Vielen Dank für dieses Interview, lieber Sven. Ich wünsche dir und deinem Team schon jetzt eine schöne, erfolgreiche Zeit auf dem Weihnachtsmarkt! Dieses Jahr beginnt der Markt übrigens am 28. November.



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